2010 Exhibition: Voices Of the City

Ausstellungsrückschau: Voices Of The City 01.10.2010

„Wir partizipieren an dem globalen Diskurs, in dem wir uns verorten und ihn historisch reflektieren und aktualisieren. Dies können wir nicht, ohne dass wir uns einmischen.“ Unter diesem Vorsatz des cultrans-Konzeptes werden in jeweils anderen kulturellen Kontexten Diskurse verfolgt, Projekte durchgeführt und Ergebnisse erarbeitet. Diese kleine Kommunikationsmaschine cultrans hat aufgrund der bisherigen Einsätze eine Komplettsanierung nötig. In Kabul, der nächsten Station, wird sich diese Maschine neu erfinden und anderen Herausforderungen stellen müssen, d. h. wesentlich mehr Impulse aus eigener Kraft liefern müssen als das bisher der Fall war: Die Gefahr unserer Zivilisation in technologisch verwickelter Anpassung mit popkulturverschminkten Angstbeulen im bezahlbaren Erfolg zu versinken, ist offensichtlich eingedenk auch des systemischen Reparaturdienstes, der alles so wunderbar am Laufen hält. Das Tal der gestürzten Buddhas könnte so etwas wie eine ökologische Versuchslandschaft werden – wie die so unwirklich anmutende Blauäugigkeit der Bergsseen dort die geschulte Anpassungsphantasie hier schon antreibt, aber vielleicht gibt es auch kulturelle Perspektiven, die den alteuropäisch ergrauten Widerstand hier gegenüber geplanten Idyllen bzw. Ausgangszonen – das schöne Tal oder die schöne Shoppingmall – hier wie dort auf die Beine helfen und die in der Lage sind, dies zu formulieren und zu vermitteln.

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„Habitat of Locomotion“ by Felix Urban

Beteiligte in der Ausstellung VOTC im Haus 1 am Halleschen Tor: Valentin Lorenz, Arthur Engelbert, Anja Meyer, Sebastian Ortmann, Carsten Weber und Felix Urban

(Yossi Mar-Chaim, Markus Thon, Anna-Lena Wollny)

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